Schweißbolzen sind unverzichtbare Verbindungselemente im modernen Stahl- und Betonbau. Sie sorgen für dauerhafte und belastbare Verbindungen zwischen verschiedenen Materialien. Bei KÖCO finden Sie eine umfassende Auswahl an Schweißbolzen für jeden Anwendungsbereich - von Standard-Kopfbolzen bis hin zu speziellen Gewindevarianten. Diese Übersicht hilft Ihnen dabei, den passenden Bolzentyp für Ihr Projekt zu finden und die wichtigsten technischen Aspekte zu verstehen.
Welche Bolzentypen bietet KÖCO an?
KÖCO bietet eine umfassende Auswahl an Schweißbolzen für verschiedene Anwendungsbereiche. Dazu gehören SD-Kopfbolzen für den Stahlverbundbau, verschiedene Gewindebolzen-Varianten wie RD-, PD-, FD- und MD-Bolzen sowie ID-Innengewindebuchsen. Darüber hinaus fertigen wir Sonderwerkstoffe und Beschichtungen nach individuellen Anforderungen.
Kopfbolzen SD: Der Klassiker im Stahlbau
Kopfbolzen sind die bewährte Lösung für die dauerhafte Verbindung zwischen Stahl und Beton im Stahlverbundbau. Ihr charakteristischer pilzförmiger Kopf sorgt für optimale Kraftübertragung und sicheren Halt bei der Verankerung von Stahlträgern in Beton.
Diese Bolzen werden in der Regel aus Baustählen gefertigt, die durch Kaltverformung im Herstellungsprozess eine höhere Festigkeit erreichen. Um diese erhöhte Festigkeit zu erhalten und ein "Weichglühen" des Bolzens zu verhindern, dürfen Kopfbolzen ausschließlich mit Hubzündungsbolzenschweißen verarbeitet werden. Andere Schweißverfahren wie MAG, WIG oder E-Hand sind nicht zulässig und führen zum Verlust der Festigkeit. Daher muss der ausführende Betrieb im Besitz eines entsprechenden Schweißzertifikates nach EN 1090 sein und das Bedienungspersonal eine gültige Bedienerprüfung nach ISO 14732 haben.
Kopfbolzen erhalten Sie bei uns in den Durchmessern 6, 10, 13, 16, 19, 22 und 25 mm mit Längen von 25 bis 525 mm je nach Durchmesser.
Hinweis: Die Längenangaben beziehen sich immer auf den fertig verschweißten Bolzen, da der Verschmelzungsüberstand bereits eingerechnet ist. Ein 100 mm langer 13er Bolzen ist vor dem Schweißen beispielsweise 103 mm lang, ein 100 mm langer 25er Bolzen sogar 105,5 mm.
Beispiele für Kopfbolzen im Verbundbrückenbau
Neue Allerbrücke Verden.
RD-Bolzen: Der bewährte Standard
Der RD-Bolzen ist der gebräuchlichste Gewindeschweißbolzen zum Hubzündungsbolzenschweißen nach DIN EN ISO 13918. Die Bezeichnung RD steht für "reduzierter Schaft", was bedeutet, dass der Schweißwulst etwa dem Gewindeaußendurchmesser entspricht. Diese Bauform ist besonders weit verbreitet und hat sich in der Praxis bewährt.
Bei der Parametereinstellung ist darauf zu achten, dass sich die Schweißparameter nicht nach dem Nenndurchmesser des Bolzens richten, sondern nach dem tatsächlichen Durchmesser des Schaftes. Ein M8 RD-Bolzen wird daher nicht auf 8 mm, sondern auf 7,1 mm eingestellt. Bei einem M20 RD-Bolzen sind es entsprechend nur 16,5 mm statt 20 mm. Als Bezugsfläche für alle Berechnungen gilt bei RD-Bolzen der Durchmesser im Schweißbereich, also der kleinste Querschnitt.
PD-Bolzen: Teilgewinde für spezielle Anwendungen
PD-Bolzen sind nach DIN EN ISO 13918 als Bolzen mit Teilgewinde definiert. Bei dieser Bauform entspricht der Durchmesser des Schaftes dem Nenndurchmesser abzüglich der Gewindetiefe. Dadurch wird der entstehende Schweißwulst größer als der Gewindeaußendurchmesser, was bestimmte konstruktive Vorteile bietet.
Auch hier ist bei der Parametereinstellung Vorsicht geboten: Die Schweißparameter dürfen nicht nach dem äußeren Gewindedurchmesser des Bolzens gewählt werden, sondern müssen sich nach dem tatsächlichen Durchmesser des Schaftes richten. Bei einem M8 PD-Bolzen bedeutet das eine Einstellung auf 7,19 mm statt 8 mm, bei einem M20 PD-Bolzen sind es 18,38 mm statt 20 mm. Diese korrekte Parametereinstellung ist entscheidend für eine qualitativ hochwertige Schweißverbindung.
FD-Bolzen: Durchgehendes Gewinde
FD-Bolzen zeichnen sich durch ihr durchgehendes Gewinde über die gesamte Bolzenlänge aus. Bei dieser Bauform entspricht der zu verschweißende Durchmesser dem tatsächlichen Gewindedurchmesser. Ein charakteristisches Merkmal ist, dass der Schweißwulst bei FD-Bolzen immer größer als der Gewindeaußendurchmesser wird. Diese Bolzen eignen sich insbesondere für Anwendungen, bei denen ein durchgehendes Gewinde benötigt wird und bieten maximale Flexibilität bei der Montage.
MD-Bolzen: Für eine starke Verbindung
MD-Bolzen werden nach DIN EN ISO 13918 als Bolzen mit praktisch durchgehendem Gewinde klassifiziert. Der Durchmesser des Schaftes entspricht dabei dem Nenndurchmesser abzüglich der Gewindetiefe, wodurch der Schweißwulst größer als der Gewindeaußendurchmesser wird. Diese Konstruktion bietet die Vorteile eines nahezu durchgehenden Gewindes bei optimalen Schweißeigenschaften.
Bei der Parametereinstellung ist darauf zu achten, dass die Schweißparameter nicht nach dem äußeren Gewindedurchmesser des Bolzens gewählt werden. Stattdessen müssen sie nach dem tatsächlichen zu verschweißenden Durchmesser eingestellt werden. Diese korrekte Einstellung ist essentiell für eine erfolgreiche Schweißung und die gewünschte Verbindungsqualität.
ID-Innengewindebuchsen: Die praktische Lösung
KÖCO Hubzündungsinnengewindebuchsen sind die ideale Lösung überall dort, wo eine verschweißbare Innengewinde-Aufnahme benötigt wird. Diese Buchsen sind mit Innengewinden von M5 bis M12 in verschiedenen Längen mit entsprechender Gewindetiefe verfügbar. Sie bieten maximale Flexibilität bei Konstruktionen, wo Außengewinde nicht praktikabel sind.
Eine technische Begrenzung ergibt sich bei größeren Abmessungen: Da die Gewindebuchse M12 bereits über einen Außendurchmesser von 18,2 mm verfügt, sind größere Gewindebuchsen nicht mehr mit Hubzündungsbolzenschweißen verarbeitbar. Innerhalb dieser Grenzen bieten die ID-Buchsen jedoch eine sehr praktische und zuverlässige Befestigungslösung.