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Qualität

Qualitätssicherung beim Bolzenschweißen bedeutet: systematisch prüfen, Fehler früh erkennen, Normen einhalten. Hier finden Sie alle wichtigen Prüfverfahren – von der Sichtprüfung nach jeder Schweißung bis zur zertifizierten Biegeprüfung gemäß DIN ISO 14555.

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Häufige Fragen zu den Prüfverfahren

Welche Prüfverfahren stehen beim Bolzenschweißen zur Verfügung und welche sind für den Bediener relevant?

Eine Prüfung der Schweißung beim Bolzenschweißen ist unerlässlich. Im Gegensatz zu anderen Schweißverfahren sind die Prüfverfahren bis auf eine Ausnahme (Sichtprüfung) immer zerstörend. Für den Bediener sind grundsätzlich nur die Sicht- und Biegeprüfung relevant, gegebenenfalls auch noch die Prüfung des Drehmoments. Andere Prüfverfahren wie Röntgenprüfung, Makroschliff, Zugversuch und Prozessüberwachung sind Aufgabe der Schweißaufsicht oder übergeordneten Prüfstellen.

Was muss bei der Sichtprüfung nach jeder Schweißung beachtet werden?

Die Sichtprüfung ist vom Bediener nach jeder Schweißung durchzuführen! Der Schweißwulst sollte immer rundum geschlossen sein und eine helle und glänzende Oberfläche aufweisen. Nach dem Verschweißen sollte der Bolzen über seine Nennlänge verfügen. Diese einfache aber wichtige Kontrolle gibt erste Hinweise auf die Qualität der Schweißverbindung.

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Die häufigsten Schweißfehler und wie Sie sie vermeiden

Schweißfehler beeinträchtigen die Verbindungsqualität und verursachen kostspielige Nacharbeiten. Erfahren Sie, welche Probleme am häufigsten auftreten und wie Sie diese erfolgreich beheben.

Wann und wie wird die Biegeprüfung durchgeführt?

Die Biegeprüfung ist ein verlässliches Standardverfahren der zerstörenden Werkstoffprüfung und wird nach DIN EN ISO 7438 durchgeführt. Dabei wird untersucht, ob und unter welcher Biegespannung die Schweißzone eines Probekörpers anreißt.

Zeitpunkt der Prüfung

Vor jedem Schichtbeginn ist der Bediener verpflichtet, mindestens drei Bolzen zu schweißen und diese anschließend um 60° zu biegen. Nach einer Sichtprüfung ist das Ergebnis ordnungsgemäß zu dokumentieren.

Im Idealfall lässt sich der Bolzen bis zum normdefinierten Biegewinkel biegen, ohne dass eine sichtbare Schwächung der Schweißzone auftritt. Für die Durchführung stehen folgende Methoden zur Wahl:

Hammer – manuelles Umschlagen des Bolzens

Rohr – manuelles Umbiegen mit Hebelwirkung

Hydraulische Presse – maschinelles Biegen

⚠️ Bei allen Methoden ist die Arbeitssicherheit unbedingt zu beachten.

Bewertung

Die Prüfung gilt als bestanden, wenn in der Schweiß- und Wärmeeinflusszone weder ein Bruch noch ein Riss festgestellt wird.

Nutzen der Biegeprüfung

Obwohl die Biegeprüfung primär zur Beurteilung des angewandten Schweißverfahrens dient, liefern stichprobenartig und regelmäßig durchgeführte Prüfungen eine verlässliche Datenbasis. Diese kann im Streitfall vor rechtlichen Nachteilen schützen. Voraussetzung ist stets eine normgerecht hergestellte Probe.

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Welchem Zweck dient die Röntgenprüfung beim Bolzenschweißen?

Die Durchstrahlungsprüfung dient insbesondere zum Aufspüren von Poren in der Schweißverbindung. Die im Bolzenquerschnitt befindlichen Fehler dürfen je nach Regelwerk 5% oder 10% nicht übersteigen. Diese Prüfung wird von der Schweißaufsicht oder übergeordneten Prüfstellen durchgeführt und gibt Aufschluss über die innere Qualität der Schweißverbindung.

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Wann und warum wird die Härteprüfung beim Bolzenschweißen eingesetzt?

Die Härteprüfung ermöglicht es, die Widerstandsfähigkeit einer Bolzenschweißung hinsichtlich Festigkeit und Zähigkeit zu beurteilen. Dabei wird ein Eindringkörper mit definierter Last in die Schweißzone gedrückt – die Größe des Eindrucks und die nötige Prüfkraft bestimmen den Härtewert. Dieses Verfahren kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn ein Bauteil im Rahmen der Qualitätssicherung einer offiziellen Abnahme bedarf.

Was ist eine Zugprüfung und wozu dient sie?

Bei einer Zugprüfung nach DIN EN ISO 6892-1 werden Zugfestigkeit und Streckgrenze eines Bauteils ermittelt. Zwei der wichtigsten Informationen zur Beurteilung der Qualität. Dabei wird das Probestück derart beansprucht, dass es sich zunächst einschnürt um anschließend zu brechen. Zwar gibt das Ergebnis einer Zugprüfung lediglich Aufschluss über die Qualität des Probestückes, dies ermöglicht jedoch indirekt Rückschlüsse auf das Verhalten des fertigen Bauteils im eingebauten Zustand. Bei konsequenter Durchführung von Stichproben können so frühzeitig eventuelle Abweichungen von den geforderten Toleranzen festgestellt werden.

Technische Ressourcen

Unsere technischen Dokumente bieten Ihnen Schweißparameter, Normenübersichten und Qualitätsleitfäden für verschiedene Materialien und Branchen – als Grundlage für regelkonforme Schweißergebnisse.

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Noch offene Fragen zu Prüfverfahren oder Normen?

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