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Schweißverfahren

Welches Schweißverfahren ist das richtige für Ihre Anwendung? Hier erfahren Sie alles über die verschiedenen Bolzenschweißverfahren – von den Grundlagen bis zur praktischen Anwendung.

Auch im Wissenszentrum

Häufige Fragen

Was ist Bolzenschweißen?

Die Bolzenschweißtechnik ist ein effizientes Verfahren zur Befestigung von Schweißbolzen auf allen metallischen, schweißbaren Untergründen. Dabei werden Schweißbolzen mithilfe von Schweißpistolen und angeschlossenen Bolzenschweißgeräten, die den erforderlichen Schweißstrom liefern, sicher und zuverlässig gesetzt. Je nach Durchmesser und Material der Bolzen kommen dabei unterschiedliche Zündverfahren wie die Hubzündung oder die Spitzenzündung zum Einsatz – dies hat jedoch kaum Auswirkungen auf die Handhabung. Die Bedienung der Bolzenschweißgeräte ist so einfach und sicher, dass auch angelernte Arbeitskräfte schnell gute Ergebnisse erzielen können.

Sind alle Bolzenschweißverfahren gleich?

Nein, Bolzenschweißen ist nicht gleich Bolzenschweißen. Die Schweißverfahren unterscheiden sich nach der Art der Zündung, der Art des Schweißbadschutzes, der Energiequelle und dem Verhältnis der Zeit zum jeweiligen Strom. So unterschiedlich wie die Verfahren sind auch die Bolzen, die dafür jeweils verwendet werden müssen.

Welche Bolzenschweißverfahren gibt es neben dem Hubzündungsbolzenschweißen?

Neben dem Hubzündungsbolzenschweißen mit Keramikring oder Schutzgas gehören zu den gebräuchlichsten Verfahren das Spitzenzündungsbolzenschweißen und das Kurzeitbolzenschweißen (Short-Cycle). Die Schweißverfahren unterscheiden sich nach der Art der Zündung, der Art des Schweißbadschutzes, der Energiequelle und dem Verhältnis der Zeit zum jeweiligen Strom.

Video Experten-Sessions

Unser Experte Michael Krämer, Schweißfachmann | EWS | IWS, beantwortet alle Fragen in zwei anschaulichen Videos, die Spitzenzündungsbolzenschweißen und Hubzündungsbolzenschweißen mit Keramikring oder Schutzgas live in Aktion zeigen.

Von der Theorie bis zur praktischen Umsetzung mit der KÖCO-Technologie Schauen Sie sich unsere Videos an!

Anwendungen

In welchen Branchen und Industrien wird Bolzenschweißen verwendet?

Bolzenschweißen findet in zahlreichen Industriezweigen Anwendung, wo sichere und dauerhafte Verbindungen zwischen Metall und anderen Materialien erforderlich sind, wie zum Beispiel:

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Hubzündungsbolzenschweißen – effizient und vielseitig

Das Hubzündungsverfahren ist der Klassiker unter den Bolzenschweißtechniken – vielseitig, zuverlässig und für nahezu alle Industriezweige geeignet. Entdecken Sie den kompletten Prozess von der Zündung bis zur Qualitätsprüfung und lernen Sie, wie Sie häufige Schweißfehler vermeiden.

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Unterwasserbolzenschweißen mit Keramikring

Schweißen unter Wasser? Mit speziellen hydrophobierten Keramikringen und innovativer Abschirmtechnologie wird das Unmögliche möglich. Erfahren Sie, wie Forschung die Grenzen des Bolzenschweißens erweitert und neue industrielle Anwendungen ermöglicht.

In welchen Bereichen wird die KÖCO-Technologie eingesetzt?

Produktionsmaschine

FLEXX Compact Drehgestell der Firma Bombardier

Gewindebolzen von KÖCO
© Bombardier

Befestigung Schienen

Befestigung von Schienen

KÖCO-Gewindebolzen werden in großen Mengen aufgeschweißt zur Befestigung von Schienen beim Bau von Tunnelbauwerken

Aluminium Richtbrücke

Ausrichten von Montagestößen

mit KÖCO-Gewindebolzen und HILBIG-Aluminium-Richtbrücken.

Befestigung für Kabel und Schläuche

Befestigung von Schläuchen und Kabeln

Sonderfahrzeuge wie Krane, Baumaschinen u.ä. besitzen eine Vielzahl von einzelnen Antrieben und Steuerungsaggregaten.

Befestigung für Wärmetauscher

Befestigung von Wärme­tauschern

KÖCO Schweißbolzen bieten den Vorteil, dass die Wand des Wärmetauschers durch das Befestigungsmittel nicht durchdrungen wird.

Ansicht eines Produktionsteils

Firma Bitzer

Bolzen­schweißen

Bolzenschweißen mit Hubzündung und Keramikring von Gewindebolzen M10 aus nicht rostendem Stahl auf Lochscheiben von Umlenkdeckeln an Kühlmaschinen bei der Firma Bitzer Kühlmaschinenbau GmbH.

KÖCO Flachanker

Einsatz von Flachankern

In einem Abgasrohr

Kesselstifte

Einsatz von Kesselstiften

beim Bau eines Schmelzofens zur Aufnahme von flüssigem Zink

Wellenanker

Piombino, Italien

Einsatz von Wellenankern

In der Nachbranddecke in einer Müllverbrennungsanlage

Ansicht eines Zuges

Gewindebolzen in Zügen weltweit

Gewindebolzen im Regionalzug „AGC“
© Bombardier

Atomkraftwerk

Finnland

Neubau eines Atomkraftwerks

Einsatz von Ankerplatten

Baustellenbild

Nähe von Köln

Neubau eines Kohlekraft­werks

Einsatz von Ankerplatten

Baustellenbild

Moskau, Russland

Neubau Parkhaus

Ansicht einer Großbaustelle

Nikosia, Zypern

Neubau Shopping Centre

Baustellenansicht

London, UK

Neubau Shopping Centre Westfield Stratford City

Verschweißen von 19 und 22 mm KÖCO-Kopfbolzen, Befestigung von Trapezblechen mittels Durchschweißtechnik (TD)

Schweißbolzen

Radbolzen für Busse und Nutzfahrzeuge

Transformatorgehäuse

Sächsisch-Bayerische Starkstrom-Gerätebau GmbH

Trans­formator­gehäuse

Beim Bau von Transformatorgehäusen werden Bolzen u.a. zur Befestigung der Stabisolatoren verwendet.

Baustelle auf einer Brücke

Hagen, Deutschland

Verbund­brücke BAB 1 "Ruhrtal­brücke"

Ansicht einer Brücke

Niederlande

Verbundbrücke „Moerdijkbrug“

Technische Ressourcen

Unsere technischen Dokumente bieten Ihnen umfassende Informationen für die optimale Nutzung der KÖCO-Bolzenschweißtechnik: Von detaillierten Produktdatenblättern mit allen technischen Spezifikationen über Schweißparameter-Tabellen bis hin zu Anwendungsleitfäden für verschiedene Materialien und Branchen.

Glossar

Hier finden Sie alle wichtigen Begriffe rund um die verschiedenen Bolzenschweißverfahren. Jeder Begriff wird verständlich erklärt und zeigt Ihnen, wann welches Verfahren optimal eingesetzt wird.

Durchschweißtechnik

Diese Schweißtechnik findet Verwendung im Gebäude-/ Verbundbau.

Bei der Durchschweißtechnik werden Kopfbolzen durch verzinkte Trapezbleche auf Stahlträger geschweißt und alle drei Komponenten miteinander verbunden.

Die dadurch entstandene Kombination aus Verbundträger und Verbunddecke bietet an der Unterseite vielfältige Installationsmöglichkeiten für Deckenabhängungen, sowie Klima- und Elektrotechnik und spart darüber hinaus im Vergleich zu konventioneller Schalung viel Zeit. Die Durchschweißtechnik ist vorwiegend im angelsächsischen Raum weit verbreitet, was einerseits an der dortigen Verwendung unbeschichteter Träger und andererseits am Vorherrschen des 19er Kopfbolzens liegt, welcher sich leichter verarbeiten lässt als der in Deutschland für den Verbundbau traditionell bevorzugte 22er Kopfbolzen.

Hubzündung

Das Bolzenschweißen per ionisiertem Lichtbogen arbeitet mit einer kurzzeitig aufgebrachten, hohen Gleichspannung. Beim Auslösen des Schweißvorgangs wird ein geringer Strom zugeschaltet, der Bolzen wird vom Werkstück angehoben und es springt ein Lichtbogen über. Daher die Bezeichnung "Hubzündung". Dieser Lichtbogen schmilzt die Kontaktstellen beider Materialien an und der Schweißbolzen wird daraufhin aufgepresst Beim Kontakt von Schweißbolzen und Werkstück erlischt der Bogen und die Spannung wird ausgeschaltet. Anschließend erkaltet das Schweißbad und härtet aus. Die Fügung ist abgeschlossen.

Beim Bolzenschweißen mit Keramikring hat der Schweißbolzen an seiner Unterseite eine kleine Kugel aus Aluminium eingebaut. Diese verbrennt innerhalb von Millisekunden, sobald der Schweißstrom eingeschaltet ist. Damit wird der vorhandene Sauerstoff an der Schweißstelle vollständig in chemisch neutrales Aluminiumoxid umgewandelt, wodurch am Schweißpunkt unerwünschte Oxidationen vermieden werden.

Keramikring

Trotz der erheblichen Schnelligkeit des Bolzenschweißprozesses reicht die maximale Dauer eines Schweißvorganges von 1,5 Sekunden aus, um durch nachströmenden Sauerstoff aus der Außenluft unerwünschte und qualitätsmindernde Einbrände in der Schweißzone zu erhalten. Um dem vorzubeugen, hat sich in der Praxis die Verwendung eines Keramikrings etabliert. Dieser wird über der Schweißzone aufgesetzt um die Schweißzone abzudichten. Der beim Schweißvorgang entstehende Metalldampf kann durch Entgasungskanäle entweichen und es wird somit die Reaktion der Atmosphäre mit der Schmelze vermindert. Der Ring wird nach dem Schweißvorgang abgeschlagen. Dann erkennt man eine weitere Funktion des Keramikrings. Er formt beim Eintauchen des Bolzens die weggedrückte Schmelze zu einem definierten Schweißschwulst. Als Nebenfunktion verringert der Keramikring die Abkühlgeschwindigkeit und schützt den Bediener vor Strahlung und Spritzern, da der Bolzenschweißprozess ein sehr intensiver Lichtbogen-Schweißprozess ist.

→ siehe auch Schutzgasschweißen

Schutzgasschweißen

Trotz der erheblichen Schnelligkeit des Bolzenschweißprozesses reicht die maximale Dauer eines Schweißvorganges von 1,5 Sekunden aus, um durch nachströmenden Sauerstoff aus der Außenluft unerwünschte und qualitätsmindernde Einbrände in der Schweißzone zu erhalten. Neben dem Keramikring ist das Schweißen mit Schutzgas eine weitere geeignete Maßnahme um den Grad der Desoxidierung weiter zu optimieren und somit die beschriebenen Einbrände zu verhindern. Beim Schutzgasschweißen wird während des Schweißvorgangs eine Gasglocke über die Schweißzone gesetzt und anschließend mit Schutzgas gefüllt. Somit wird die Reaktion der Atmosphäre mit der Schmelze vermindert.

Das Schweißen unter Schutzgas ist weniger intensiv im Vergleich zum Schweißen mit Keramikring und wird im Wesentlichen bei Bolzendurchmessern bis 12mm angewendet.

→ siehe auch Keramikring

Schweißbolzen

Schweißbolzen sind die Verbrauchsmaterialien beim Bolzenschweißen. Sie müssen nicht nur geometrisch zu der entsprechenden Aufgabe passen, sondern in erster Linie technisch für die Hub- oder Spitzenzündung geeignet sein. Der Werkstoff der Bolzen wird dabei exakt auf den jeweiligen Einsatz abgestimmt, um beste Ergebnisse zu gewährleisten und das Equipment zu schonen.

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